Patient steht an Gehhilfen mit Knie Orthese

Der Alltag mit Gehhilfen

Die Gehhilfen richtig einstellen, mit und ohne Belastung im 3-Punkte-Gang gehen und Treppen auf und ab steigen.

Wir erleichtern dir den Start im Umgang mit deinen neuen Gehhilfen.

Die Gehhilfen richtig einstellen

Die optimale Höhe deiner Gehhilfe wird im Stand ermittelt, gerade und mit den Alltagsschuhen an. Die Arme hängen locker neben deinem Körper. Die optimale Griff Höhe ist auf Höhe deiner Handgelenke. Nach dem Einstellen achte darauf, dass die Halterung auch wirklich mit einem „Klick“-Geräusch einrastet.

Ist die Gehhilfe zu niedrig eingestellt neigt der Oberkörper sich nach vorne und nimmt so eine ungesunde Schonhaltung an. Sollte die Gehhilfe zu hoch eingestellt werden, ist es schwer das Gleichgewicht zu halten. In schwierigen Situationen kann es so zu Unfällen kommen, oder auf unebenen und rutschigen Böden zu Stürzen. Die richtige Höhe ist also sehr wichtig.

Gehen ohne Belastung

Du erlernst den sogenannten 3-Punkte-Gang. Dieser heißt so, weil du im Gang drei Punkte mit den beiden Stützen und dem betroffenen Bein bildest. Deine Gehhilfen haben die Aufgabe, dein Körpergewicht zu tragen, um dein betroffenes Bein zu entlasten.

Als erstes verlagerst du dein Gewicht auf dein nicht betroffenes Bein. Mache jetzt mit beiden Stützen und deinem betroffenen Bein eine Schrittlänge vorwärts, wobei du das betroffene Bein genau zwischen die Stützen führst. Nun verlagere dein Gewicht auf die Stützen, um dein Bein zu entlasten. Stelle dir vor, unter diesem Fuß liegt ein Keks, der nicht zerbrechen darf. Mache jetzt einfach mit deinem nicht betroffenen Bein einen Schritt durch die Stützen hindurch.

Versuche, so gut es geht einen richtigen Schritt nachzuahmen. Du rollst also weiter von deiner Ferse bis zu deiner Großzehe ab. Ein künstliches in der Luft absetzen, oder andere Schonhaltungen solltest du vermeiden. Sie führen nur zu Schmerzen und möglichen langfristigen Problemen, auch beim Laufen ohne Gehhilfen.

Gehen mit Teilbelastung

Auch hier erlernst du den 3-Punkte-Gang. Die Teilbelastung wird dir von deinem Arzt in Kilogramm vorgegeben und stufenweise erhöht, bis hin zur Vollbelastung. Sie meint quasi die Last, die deinem betroffenen Bein erlaubt ist zu tragen. Wenn du für deine Teilbelastung noch kein gutes Gefühl hast, übe es an einer Waage, indem du versuchst die Belastung in Kilogramm zu erfühlen.

Als erstes verlagerst du dein Gewicht auf dein nicht betroffenes Bein. Mache jetzt wieder mit beiden Stützen und deinem betroffenen Bein eine Schrittlänge vorwärts, das Bein platzierst du genau zwischen den Stützen. Nun verlagere dein Gewicht auf die Stützen und kontrolliert, in der vorgegebenen Teilbelastung, auf dein betroffenes Bein. Mache mit deinem nicht betroffenen Bein einen Schritt durch die Stützen hindurch. Versuche auch hier deinen normalen Schrittablauf nachzuahmen.

Treppe aufwärts gehen mit Gehhilfen

„Mit der Gesundheit geht es bergauf“. Mit diesem Merksatz weißt du, welches Bein den ersten Schritt macht, nämlich das nicht betroffene. Nehme vorab beide Stützen in eine Hand, während du mit der anderen nach dem Geländer greifst. Dabei nutzt du die eine Gehhilfe als Unterstützung für dein betroffenes Bein. Die andere hälst du quer dazu, parallel zum Boden, und an der Außenseite der stehenden Stütze, sodass sie dich nicht behindert. Jetzt verlagere dein Gewicht auf die Stütze und auf das Geländer, sodass du dein betroffenes Bein nur innerhalb der Teilbelastung nutzt. Nun setzt du dein nicht betroffenes Bein eine Treppenstufe nach oben und drückst dich aufwärts. Dein betroffenes Bein folgt zeitgleich mit den Stützen, sie velassen das betroffene Bein nie. 

Treppe abwärts gehen mit Gehhilfen

„Mit der Krankheit geht es bergab“. Mit diesem Merksatz weißt du, welches Bein den ersten Schritt macht, nämlich das betroffene. Nehme vorab beide Stützen in eine Hand, während du mit der anderen nach dem Geländer greifst. Dabei nutzt du die eine Gehhilfe als Unterstützung für dein betroffenes Bein. Die andere hälst du quer dazu, parallel zum Boden, und an der Außenseite der stehenden Stütze, sodass sie dich nicht behindert. Jetzt verlagere dein Gewicht auf dein nicht betroffenes Bein. Setze dann deine Stütze und dein betroffenes Bein eine Treppenstufe abwärts. Verlagere dein Gewicht auf die Stütze und auf das Geländer, sodass du dein betroffenes Bein nur innerhalb der Teilbelastung nutzt. Setze nun dein nicht betroffenes Bein auf die entsprechende Stufe hinterher.

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