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Verbandswechsel & Duschen nach OP: Anleitung & Tipps

Du bist nach deiner Operation oder Verletzung endlich wieder zuhause angekommen. Nun steht eine neue Herausforderung an: Du musst dich selbstständig oder mit Hilfe deiner Angehörigen um den Verbandswechsel und die tägliche Körperpflege kümmern.

Viele Patientinnen und Patienten sind anfangs unsicher, wenn es um die frische Wunde geht. In diesem Ratgeber geben wir dir praktische Tipps und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deine Narbe optimal versorgst und worauf du beim Duschen unbedingt achten musst.

Wie häufig muss ich das Pflaster wechseln?

Üblicherweise solltest du deinen Verband oder das Pflaster im 24-stündigen Rhythmus wechseln. Verwende bis zum vollständigen Wundverschluss ausschließlich sterile, einzeln verpackte Pflaster.

Achte bei der Größe der Pflaster darauf, dass die Fläche innerhalb der Klebestreifen ausreichend
groß ist, sodass sie die Narbe komplett abdecken.

Bei Verbänden legst du eine sterile Kompresse auf die Narbe und wickelst dann den Verband
als Befestigung herum, ohne aber den Verband zu stramm zu wickeln.

Bitte beachte: Normale, einfache Heftpflaster gelten nicht als steril und sind für frische Operationswunden ungeeignet. Falls du im Krankenhaus kein Material für zuhause bekommen hast, erhältst du sterile Pflaster in jeder Apotheke oder Drogerie.

 

Schritt-für-Schritt Anleitung: So wechselst du den Verband

Die Wundversorgung erfordert Hygiene und etwas Vorsicht. Gehe dabei am besten nach folgenden Schritten vor:

  1. Hände waschen und desinfizieren: Bevor du beginnst, wäschst und desinfizierst du deine Hände gründlich, damit keine Keime in das Wundgebiet gelangen
  2. Altes Pflaster entfernen: Nimm den alten Verband oder das Pflaster behutsam ab. Da dieser oft verschmutzt ist, vergewissere dich danach, dass deine Hände sauber und desinfiziert bleiben
  3. Neues Pflaster vorbereiten: Öffne die Verpackung des neuen, sterilen Pflasters so, dass du die Fläche, die später auf der Wunde liegt, nicht mit den Fingern berührst
  4. Pflaster aufkleben: Lege die Wundauflage behutsam auf die Narbe und klebe die seitlichen Klebestreifen vorsichtig, aber fest an die Haut

Bei Verbandswechsel:

Lege die Kompresse sanft auf deine Wunde und halte sie mit deiner Hand fest. Mit der anderen Hand greifst du deinen Verband.

Lege dann den Verband über die Kompresse, während du sie weiter an der Wunde festhältst. Dann fängst du an den Verband zu wickeln.

Achte beim Wickeln dabei darauf, dass du nicht zu stramm und nicht zu locker wickelst, damit
du in dem betroffenen Bereich nicht die Durchblutung einschränkst, oder der Verband verrutscht,
sobald du dich bewegst.

Körperpflege und Duschen nach OP: Worauf muss ich achten?

Nach einer OP darfst du erst duschen, wenn es ärztlich erlaubt ist. Nutze in den ersten Tagen wasserfeste Duschpflaster und schütze die Wunde vor Seife. Oft ist die Körperpflege mit einem Waschlappen am Waschbecken die sicherere Alternative.

Gerade das Badezimmer birgt nach einer Operation viele Gefahrenquellen: Es ist oft eng und der Boden kann nass und rutschig sein. Mit diesen Hilfsmitteln machst du dein Bad sicher:

Antirutsch-Matten: Klebe diese in die Duschwanne, damit du immer einen festen Stand oder Sitz hast.

Duschhocker: Stelle einen günstigen Hocker in die Dusche. So kannst du dich beim Waschen hinsetzen oder das betroffene Bein sicher aufstützen (sofern es die Schmerzen und ärztlichen Vorgaben erlauben).

Haltegriffe: Bringe qualitativ hochwertige und feste Haltegriffe an der Wand an, um dich abzusichern
.
Die goldene Dusch-Regel für deine Wunde: Nutze bis mindestens drei Tage nach der OP zum Duschen ein spezielles, wasserfestes Duschpflaster oder binde eine große Mülltüte um das betroffene Bein. Es ist extrem wichtig, dass die frischen Wunden nicht mit Wasser und Seife in Kontakt kommen. Wechsle das Pflaster direkt nach dem Duschen.