Da die Baumwollbänder sehr elastisch sind, fixieren sie das Gelenk nicht starr wie eine Schiene oder Orthese. Stattdessen passen sie sich der Haut perfekt an und können ein subjektives Gefühl von mehr Stabilität vermitteln, ohne die natürlichen Bewegungen des Gelenks einzuschränken. Diese stabilisierende Wirkung beruht vor allem auf zwei Faktoren:
Förderung der Wahrnehmung (Propriozeption): Das Tape übt bei jeder Bewegung leichte mechanische Reize auf die Haut aus, was einer kontinuierlichen Berührung ähnelt. Dies kann die sogenannte Tiefensensibilität (also die unbewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum) positiv beeinflussen.
Führung und Limitierung: Bei bestimmten Verletzungen kann das Tape Gelenke in ihrer korrekten Bewegungsbahn unterstützen.
Am Knie wird beispielsweise vermutet, dass das Taping die Führung der Kniescheibe verbessert und so den Druck und damit den Schmerz im Gelenk spürbar verringert.
Bei einer Sprunggelenksinstabilität können spezielle Tape-Anlagen schmerzhafte Ausweichbewegungen des Fußes limitieren und so auch vor erneuten Verletzungen schützen.
Wichtig für die Therapie: Ein Kinesio-Tape ist immer als unterstützende Maßnahme zu verstehen. Die wichtigste und nachhaltigste Stabilität für deine Gelenke kommt immer aus der eigenen Muskelkraft durch aktives Training!