Geräusche wie Knacken, Reiben oder Knirschen können in Gelenken vorkommen. Doch ist ein knackendes Gelenk wirklich ein Grund zur Sorge? In diesem Beitrag erklären wir dir, wie Gelenkgeräusche entstehen, was der Unterschied zwischen Knacken und Knirschen ist und wann eine ärztliche Abklärung wirklich sinnvoll ist.
Ist es schlimm, wenn mein Gelenk knackt?
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In der medizinischen Literatur gibt es nicht nur die eine Ursache für Gelenkgeräusche. Besonders häufig nehmen wir sie an den Fingern oder am Knie wahr. In den meisten Fällen sind diese Entstehungsmechanismen jedoch völlig unbedenklich und weit verbreitet.
Folgende drei Phänomene können das laute Knacken auslösen:
- Platzende Gasbläschen: Wenn ein Gelenk (etwa durch eine Bewegung) auseinandergezogen wird, bilden sich winzige Gasbläschen in der Gelenkschmiere. Nähern sich die Knochen wieder an, platzen diese Bläschen und erzeugen das typisch hörbare Knacken.
- Hohlraumbildung (Vakuum): Entfernen sich die Gelenkpartner voneinander (zum Beispiel, wenn man am Finger zieht), entsteht kurzzeitig ein Hohlraum. Auch dieser Vorgang kann das Knack-Geräusch auslösen.
- Springende Sehnen und Bänder: Es kommt oft vor, dass Bänder oder Sehnen bei einer Bewegung über einen Knochenvorsprung gleiten. Schnappen sie anschließend wieder in ihre Ausgangsstellung zurück, löst das ein hörbares Knacken aus.
Knirschen und Reiben (Krepitation): Wann es kritisch wird
Es gibt einen großen Unterschied zwischen einem einmaligen Knacken und einem dauerhaften Knirschen oder Reiben bei Bewegung. Mediziner bezeichnen dieses knirschende Geräusch als „Krepitation“.
Solche Geräusche entstehen häufig, wenn Gelenkflächen direkt aneinanderreiben oder wenn sich sogenannte „Osteophyten“ gebildet haben. Dabei handelt es sich um knöcherne Neubildungen, die eine typische Begleiterscheinung von Gelenkverschleiß (Arthrose) sind. Ein sandiges Knirschen im Knie kann also ein Hinweis auf abgenutzten Gelenkknorpel oder krankhafte Veränderungen sein.
Checkliste: Wann solltest du zum Arzt gehen?
Ein einfaches Knacken ohne weitere Beschwerden ist meist harmlos. Eine ärztliche Einschätzung wird jedoch empfohlen, wenn die Gelenkgeräusche in Verbindung mit folgenden Begleitsymptomen auftreten:
- Schmerzen im Gelenk
- Deutliche Schwellungen
- Bewegungseinschränkungen oder plötzlichen Blockaden
- Einem Gefühl von Instabilität im Knie
- Wenn die Geräusche nach einer Operation plötzlich stark zunehmen
Der beste Schutz für deine Gelenke: Aktive Bewegung
Die Gelenkschmiere muss in Bewegung bleiben, um den Knorpel optimal zu ernähren. Sanftes, kontrolliertes Training ist daher essenziell für die Gelenkgesundheit.
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